Running at Peak Efficency – Deck Vorstellung

Heute gibt es die schon im Wyldcast 9 angesprochene Deckvorstellung von Tyrox Shaper Deck, das auf den Regionals in Dortmund den 6. Platz belegen konnte.


 

Seit ich mit A:NR angefangen habe, spiele ich ein Shaper-Deck. Die anderen Runner habe ich natürlich auch ausprobiert, aber der Style eines Shapers gefällt mir nach wie vor am Besten chaos-theoryund so bin ich dann auch mit meinem Chaos Theory Deck zu den Regionals nach Dortmund und Osnabrück gefahren. Nachdem das Deck dort vor allem am Samstag eine gute Leistung vorweisen konnte und mir zusammen mit meinem Weyland-Deck zu einen soliden 6. Platz verholfen hatte, bat mich Salva um eine Deck-Vorstellung, was ich hiermit gerne tue. Da es sich um ein Deck für oben genannte Regionals handelt, ist der Kartenpool noch ohne C&C.

 


Die hauptsächliche Idee des Decks ist es, so schnell wie möglich eine Breaker-Suite aufzubauen, die möglichst effizient mit jedem ICE fertig wird, ohne dabei auf die Hilfe von anderen Karten, wie Data Sucker oder Ice Carver angewiesen zu sein. Ein schneller Aufbau wird unter anderem dadurch ermöglicht, dass man ein kleines Deck hat, weshalb ich mich für Chaos Theory und nicht für Kate entschied. Der zusätzliche Punkt Memory, den man dadurch erhält, erweist sich darüber hinaus als außerordentlich praktisch.


 

ninjaWie es sich für einen Shaper gehört, schauen wir uns zunächst die Programme des Decks an. Für die Breaker fiel die Wahl wenig überraschend auf die folgenden Breaker.

Corroder x2 ••••
Gordian Blade x2
Ninja x2 ••••

Alle drei Breaker gehören in ihrer Kategorie zu den günstigsten Breakern, die universell und dauerhaft einsetzbar sind. Dank des oben erwähnten Memorys bleiben somit also nach Installation aller Breaker noch zwei Memory übrig, die natürlich für Economy genutzt werden.

Magnum Opus x2

Es gibt für den Runner kaum eine Möglichkeit, effizienter an Credits zu kommen. Selbst eine Kati Jones muss mindestens drei Runden lang vorbereitet werden, um besser als Magnum Opus zu sein und ermöglicht keinen kurzfristigen Schub.


 

Nachdem die Software also abgehakt ist, widmen wir uns der Hardware.

The Toolbox x2
HQ Interface x2 ••••
R&D Interface x2

Die Interfaces gestalten die Runs auf diese Server effizienter und ermöglichen es, die Corp auf zwei zentralen Servern unter Druck zu setzen. Da im aktuellen Meta jede Menge Weyland und NBN unterwegs sind, ist noch eine letzte Karte beinahe Pflicht.

Plascrete Carapace x2

Kommen wir also zu einer der Schlüssel-Karten des Decks.

Rabbit Hole x3

Diese Karte erfüllt gleich drei Funktionen in einer Karte. Wie bereits erwähnt, war NBN auf den Regionals sehr häufig anzutreffen. Dank der häufigen und oftmals tödlichen Traces kann jeder Punkt Link bare Münze wert sein, und manchmal sogar im wahrsten Sinne des Wortes über Leben und Tod entscheiden. Des Weiteren basiert die Economy dieses Decks neben Magnum Opus vor allem auf:

Underworld Contacts x3

Es gibt kaum etwas schöneres, als seinen Zug mit zwei oder gar drei kostenlosen Credits zu beginnen. Da Underworld Contacts aber nun mal mindestens zwei Link erfordern und Chaos Theory keinen eigenen mitbringt, sind die Rabbit Holes ideal, um diesen Fakt auszugleichen. Darüber hinaus machen sie das Deck gleich um zwei weitere Karten schlanker, sobald eine Kopie gefunden und installiert wird, was das weitere Nachziehen nochmal ein kleines bisschen schneller gestaltet.


 

Zum Abschluss bleiben nur noch die Events.

Sure Gamble x3
Modded x3
The Maker’s Eye x3
Infiltration x3
Stimhack x3 •••
Test Run x3

Sure Gamble und Modded dienen zur weiteren Unterstützung der Economy. The Maker’s Eye dürfte in einem Shaper Deck auch niemanden verwundern. Infiltration ist eine solide Karte, die einen gegen fallenlastige Corps viel Ärger ersparen kann. Obwohl das Deck typischerweise vor allem im Late Game genug Credits generieren kann, um jede Runde einen Run auf einen Server zu finanzieren, sind Stimhacks doch nach wie vor eine der Karten, die mir in den entscheidenden Situationen schon das ein oder andere Spiel gewinnen konnten. Um die benötigten Breaker schnell zur Verfügung zu haben, falls man sie nicht rechtzeitig auf die Hand bekommt, sind zusätzlich noch die Test Runs mit von der Partie. Im Vergleich zu Special Order haben die Test Runs den Vorteil, dass die Installation eines fehlenden Breakers nur einen Klick kostet und man auch eventuell zerstörte Breaker nochmal aus der Ablage spielen kann. Zusätzlich kann man damit natürlich auch ein Magnum Opus aus dem Deck ziehen, was sich oftmals als sehr praktisch erweist.


 

 

suregambleBei einem perfekten Start kann dieses Deck in nur 5 Zügen neben allen drei Breakern, Magnum Opus, sowie das dreifache Rabbit Hole inklusive Underworld Contacts installiert haben. Typischerweise wird man jedoch nicht ganz so viel Glück haben und auch innerhalb der ersten paar Runden den ein oder anderen Run wagen, aber es ist nicht unüblich, nach 10 Zügen vollständig aufgestellt zu sein. Ab diesem Zeitpunkt gibt es für die Corp kaum noch eine Möglichkeit die Server ordentlich abzuschotten. Dank R&D Interfaces kann man durchaus einen R&D Lock aufrecht erhalten und somit der Corp die Chance auf einen Sieg verwehren, falls dort nicht eine beachtliche Menge ICE liegt. Andernfalls bleibt immer noch ein Run auf HQ, was ebenfalls den Zugriff auf mehrere Karten ermöglicht.


 

Kommen wir also neben positiven Aspekten des Decks auch zu seinen Schattenseiten. Für Shaper ist es allgemein üblich, dass man die Corp in den ersten Zügen nur wenig unter Druck setzen kann, weil man sich in erster Linie zuerst um sein Rig kümmern muss. Ein Remote Server, der mit zwei einfachen ICE unterschiedlichen Typs geschützt wird, wie beispielsweise Ice Wall und Enigma ist am Anfang sehr sicher und ermöglicht es der Corp, bereits früh auch teurere Agendas durchzubringen. Events wie Tinkering könnten hier helfen und eventuell könnte man ein Modded und ein Maker’s Eye dagegen ersetzen, um im Early Game ein wenig mehr Chancen zu haben.

Wie bereits oben erwähnt, ist auch die Toolbox leider bei Weitem nicht so gut, wie erhofft. Die zusätzlichen MU sind absolut überflüssig und werden nicht gebraucht. Auch die Credits machen sich leider erst nach mehr als fünf Runs bezahlt. Da man die Konsole oftmals erst relativ spät installieren kann, weil die Credits vorher anderweitig gebraucht werden, lohnt sich diese Investition oftmals nicht. Das einzig Praktische sind also noch die zwei Link. Findet man nicht schnell genug ein Rabbit Hole, könnte dies eine Notlösung sein, alleine wegen Underworld Contacts geht diese Rechnung aber nicht auf. Gegen NBN sind die weiteren Link manches Mal zwar hilfreich, aber auch hier wird sich der Aufwand kaum lohnen.

Es bleibt also zu überlegen, stattdessen eventuell ganz auf eine Konsole zu verzichten und die freien Plätze zum Beispiel durch Tinkering zu ersetzen. Eine andere Möglichkeit wäre, stattdessen Dinosaurus mitzunehmen, der einem dank seines Effekts oftmals ebenfalls zwei Credits sparen kann. Tauscht man dann noch Ninja gegen Femme Fatal, kann man Sentrys deutlich günstiger brechen und ICE wie Tollbooth komplett umgehen. Allerdings kommt es dann beim Installieren der Karten auf eine gewisse Reihenfolge an. Bei dem aktuellen Deck ist es vollkommen egal, welche Karten man in welcher Reihenfolge zieht und installiert, da es keine Abhängigkeiten gibt.

 


creationMit Creation & Control kommen zwar sehr viele neue Shaper-Karten, allerdings kaum welche, die man in dieses Deck sinnvoll integrieren könnte. Ein Exploratory Romp könnte teilweise als Ersatz für Infiltration dienen, vor allem, weil er nicht durch Zaibatsu verhindert werden kann. Abgesehen davon gibt es aber in meinen Augen keine Karte, die man einpacken könnte, ohne dass sich die Idee des Decks grundlegend verändert.
Soweit zu meiner ersten Deck-Vorstellung. Ich hoffe, ich konnte euch einen Einblick geben und freue mich über jegliche Form von Anregung, Fragen und konstruktiver Kritik.

 


Zum Abschluss noch einmal die Deckliste in kompakter Form:

Identity: Chaos Theory: Wunderkind
40 Karten, 15/15 Influence

Events x18
Sure Gamble x3
Modded x3
The Maker’s Eye x3
Infiltration x3
Stimhack x3 •••
Test Run x3

Hardware x11
The Toolbox x2
HQ Interface x2 ••••
R&D Interface x2
Plascrete Carapace x2
Rabbit Hole x3

Resource x3
Underworld Contact x3

Program x8
Corroder x2 ••••
Gordian Blade x2
Ninja x2 ••••
Magnum Opus x2


Vielen dank an Tyrox für die ausführliche Vorstellung des Decks!