Weyland Consortium

Building A Better World – Moving Upwards

Neben dem dramatischen und öffentlichen Zusammenhang zum Weltraumaufzug in New Angeles, auch bekannt als “Jack’s Beanstalk” oder einfach nur “Beanstalk”, ist der Öffentlichkeit wenig über das Vermögen des  Weyland Consortium bekannt. Diese Schattenfirma investiert in andere Corporations, indem sie die enormen Summen, welche vom Beanstalk generiert werden, für den Kauf oder Verkauf kleinerer Megacorps aufwenden. Dies geschieht in einem alarmierenden Tempo.

Für die letzten Jahrzehnte lag die Spezialität des Weyland Consortiums im Bauwesen, was wohl durch die große Beteiligung am Bau des Weltraumaufzugs am deutlichsten wird. Viele ihrer Tochterfirmen sind lokale Baugesellschaften oder Zulieferer. Schätzungen besagen, dass die Hälfte der Bauten in New Angeles auf direktem oder indirektem Wege durch das Weyland Consortium gebaut wurden. Mit gerissener Buchhaltung und Geschäftspraktiken wird dabei gewährleistet, dass selbst bei Verlusten von Geschäftspartnern das Consortium eine positive Bilanz vorweisen kann.

Ein Teil des Erfolgs des Weyland Consortiums liegt in ihrer Fähigkeit Regierungsaufträge zu erhalten, sowie die Lobby auf ihrer Seite zu haben; vor Allem in den USA und China. Auch profitierten sie oft von Kriegen, indem sie zum Beispiel nach dem Lunar Krieg fast 70% des orbitalen Wiederaufbaus durchführten und fast alle Heinlein-Aufträge erhielten. Allerdings wirkt diese Popularität bei lokalen Regierungen nicht auf die Mars-Separatisten, welche das Consortium als eine Erweiterung der Erdvorherrschaft ansehen.

Nichtsdestotrotz sieht Weyland die glorreiche Zukunft der menschlichen Spezies im Weltraum, wodurch sie als einer der Hauptfinanzquellen für die Erforschung des Weltraums gelten. So manch einer behauptet, dass sie das Monopol auf den Weltraum wünschen und am liebsten sämtliche Wohnstätten für Menschen außerhalb der Erdatmosphäre kontrollieren würden.

Auch ist es nicht verwunderlich, dass Weyland damit zurecht kommt auf härtere Mittel zur Durchsetzung ihrer Ziele zurückzugreifen, wenn man ihre Neigung zur Aktivität in kriegszerütteten Gebieten betrachtet. Auch wenn es kaum Beweise gibt, so werden einige mysteriöse Tode dem Consortium zugeschrieben. Weyland handelt bevorzugt mit einer gewalttätigen Herangehensweise, indem sie ihre umfangreichen Ressourcen nutzen, um sich durchzusetzen.

 


Die Karten

Man sieht sehr schnell an den Karten des Weyland Consortium, dass sie eine eventuell andere Strategie verfolgen könnten, als so schnell wie möglich sieben Agenda-Punkte zu erlangen. So wirken ihre beiden Agendas auf den ersten Blick sehr schwach, nahezu kontraproduktiv und vergeben je nur einen Agenda-Punkt. Hostile Takeover gibt dem Corp-Spieler zwar direkt 7 Credits und kann durch den Wert von 2 in einem Turn abgeschlossen werden, aber gleichzeitig erhält man Bad Publicity. Letzteres kann man auch bei Posted Bounty erhalten, sofern man diese aufgibt, um dem Runner ein Tag zu verpassen.

Diese beiden Agendas zeigen ihren wahren Nutzen aber auch erst, wenn man sich zwei weitere Karten im Sortiment des Consortiums anschaut. So benötigt das ICE Archer als weitere Begleichung ihrer Kosten die Aufgabe einer bereits abgeschlossenen Agenda. Zwar geht damit die Bad Publicity nicht wieder weg, aber man kann meist einen verlorenen Agendapunkt verkraften, um einen sehr guten Sentry zu erhalten. Viel wichtiger dürfte die Möglichkeit sein, mit Posted Bounty ein sicheres Tag zu vergeben, um den Runner danach mit der potentiell fraktionsspezifischten Karte, Scorched Earth, eines schnellen Endes zu bescheren. Zwar ist die Karte bereits recht umstritten, was ihre Stärke angeht, nichts desto trotz bleibt dem Runner keine andere Wahl, als sehr vorsichtig zu spielen und möglichst viele Handkarten zu besitzen. (Siehe auch unseren Artikel zu Scorched Earth)

Was das weiteren ICE angeht, so fehlt der Corp zwar fraktionsintern ein Code Gate, aber ihr zweiter Sentry (Shadow) und auch ihre Barrieren (Hadrians Wall, Ice Wall) können sich sehen lassen. Alle Drei verfügen über die Fähigkeit aufgewertet zu werden und dadurch an Stärke zu gewinnen. Das kann dem Runner schon ganz schöne Kopfschmerzen bereiten, besonders durch die ausgiebige Anwesenheit von End the run Subroutinen. Ice Wall ist aufgrund ihrer niedrigen Rezzkosten ein sehr gutes ICE für den Anfang eines Spiels.

Auch sehr schön interagiert die Karte Shipment from Kaguya mit den kleinen Agendas und dem aufwertbaren ICE, während Beanstalk Royalties und Security Subcontract für mehr Credits sorgt, was auch mit der momentan schwächer wirkenden Fraktionsfähigkeit einhergeht. Insgesamt gibt es bisher nur gerade einmal 2 Karten, die gleichzeitig eine Transaktion und eine Operation sind, und so einen Creditbonus einbringen.

Bleiben noch zwei Karten. Zum einen das Upgrade Research Station, was einem zwei zusätzliche Handkarten ermöglicht, sowie Aggressive Negotiation, was wahrscheinlich am häufigsten für die Suche nach Scorched Earth Verwendung finden wird. Gegen zwei Scorched Earth ist ein Runner so gut wie immer erledigt.